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.Die elektronische Gesundheitskarte

Starttermin 2009 ?

Mit der Ausgabe der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) soll 2009 begonnen werden. Dabei sollten die Versicherten eigentlich bereits am 1. Januar 2006 mit dem Nachfolger der herkömmlichen Krankenversicherungskarte ausgestattet werden. Begonnen wird nun in der Region Nordrhein, gefolgt von den Nachbarregionen, bis Ende 2009 Sachsen als letzte Region mit neuen Karten und Lesegeräten versorgt wird. Diese Geräte sollen alte wie neue Karten lesen können.

Die eGK ermöglicht zunächst nur, was die herkömmliche Krankenversicherungskarte auch kann: Name, Adresse, Versicherungsnummer und Statusinformationen auslesen und ausdrucken. Das Ganze passiert zunächst offline, also ohne Verbindung zur telematischen Infrastruktur, die im deutschen Gesundheitswesen noch aufgebaut werden muss. Irgendwann in zwei, drei Jahren soll nach den bisherigen Plänen dann der Schalter umgelegt werden. Karten wie Lesegeräte sollen dann per Software-Update mit neuen Funktionen die Qualität der medizinischen Versorgung verbessern.

"Schnelligkeit" der eGK

Aktuell dauert nach Angaben der Gematik das Lesen der Daten von der Gesundheitskarte 4,6 Sekunden, während das Schreiben von aktualisierten Daten oder Rezepten bei 12,9 Sekunden liegt. Das ist deutlich langsamer als die Rezeptausstellung mit dem Gekrakel, das Ärzte heute auf Papierrezepten veranstalten. Noch ärger ist die sogenannte Erstbeschreibung einer Karte mit der freiwilligen Anwendung „Notfalldaten“, für die der Hausarzt zuständig sein soll. Nach den Erkenntnissen aus den Testregionen werden für diese Prozedur 10 bis 20 Minuten benötigt, die der Arzt nicht einmal vernünftig abrechnen kann.
Große Hoffnungen ruhen darauf, dass mit der Online-Verbindung die Prozeduren erheblich beschleunigt werden.

Sicherheit mit der PIN

Bereits die Feldtests zum Release 1.0 haben zudem gravierende Probleme mit der PIN-Behandlung gerade bei älteren Versicherten ans Licht gebracht. Im März 2008 wurde der Feldversuch in der Testregion Flensburg nach drei Monaten gestoppt, nachdem von 7553 ausgegebenen Gesundheitskarte 75 Prozent
gesperrt waren, weil die Versicherten die PIN falsch eingaben.
Auch die Ärzte waren nicht erheblich schlauer: 30 Prozent sperrten ihren Heilberufsausweis, weil sie sich partout nicht mehr an die Signatur-PIN erinnern konnten. 10 Prozent davon sperrten ihren neuen Arztausweis sogar irreversibel und mussten neue Heilberufsausweise beantragen.

(Quelle: Auszugsweise aus der Zeitschrift c´t 18/08)

 

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